A21: Veränderungen des Redoxstatus als Schlüsselereignis in der Initiierung neuronaler Entwicklung aus adulten hippocampalen Vorläuferzellen
Projektleitung: Prof. Dr. G. Kempermann
Im erwachsenen Gehirn werden lebenslang neue Nervenzellen aus lokal vorhandenen Stammzellen gebildet („adulte Neurogenese“). Diese neuen Nervenzellen tragen zur Funktion des Hippocampus bei, einer Schlüsselstruktur für Lern- und Gedächtnisvorgänge. Eine überraschend große Zahl an Faktoren ist in der Lage, adulte Neurogenese zu verändern. Damit ergibt sich die Frage, ob es gemeinsame grundlegende regulatorische Prinzipien gibt, die diesen Veränderungen gemeinsam sind, und die sich mutmaßlich durch die Evolution stabil erhalten hätten. Ein Kandidat für einen solchen Mechanismus ist die Sensitivität der Zellen für die Gegenwart oder Abwesenheit von Sauerstoff. Dieser Schalter findet sich zum Beispiel bei Bakterien, die zwischen aeroben und anaerobem Wachstum unterscheiden können. Die dabei beobachteten Veränderungen lassen sich genereller als Änderungen im Redox-Status der Zelle beschreiben. Nutzen neurale Stammzellen des erwachsenen Gehirns Änderungen im Redoxstatus als Schlüsselmechanismus der Regulation ihres Wachstums?

