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Sie sind hier: Startseite Sonderforschungsbereich 655 Projekte 1. Förderperiode A2-Huttner

A2: Charakterisierung und physiologische Signifikanz der von neuro-epithelialen Stammzellen freigesetzten Prominosomen

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Projektleitung: Prof. Dr. W. Huttner

Mit dem Einsetzen der Neurogenese im sich entwickelnden Säugergehirn schalten neuro-epitheliale Stammzellen von symmetrisch proliferativen zu asymmetrisch neurogenen Zellteilungen um. Dieses Umschalten geht einher mit einer Verkleinerung ihrer apikalen Plasmamembran. Außerdem entstehen während der Neurogenese im Telenzephalon aus neuro-epithelialen Stammzellen die vor kurzem identifizierten basalen neurogenen Vorläuferzellen, die keine apikale Plasmamembran mehr besitzen. Wir haben jüngst gefunden, dass die Ventrikelflüssigkeit im embryonalen Mäusegehirn Membranpartikel enthält, die Prominin-1 tragen, einen Stammzellmarker, der spezifisch mit der apikalen Plasmamembran neuro-epithelialer Stammzellen assoziiert ist. Diese Membranpartikel, "Prominosomen" genannt, treten während der Differenzierung neuroepithelialer Stammzellen und der Neurogenese auf und existieren in zwei Größen, kleine (50-80 nm) und große (0,5-1 µm) Prominosomen. Wir postulieren als Arbeitshypothese, (1) dass die Freisetzung kleiner Prominosomen zur Verkleinerung der apikalen Plasmamembran neuroepithelialer Stammzellen im Zuge ihres Umschaltens von proliferativen zu neurogenen Zellteilungen führt, und (2) dass große Prominosomen einen erheblichen Teil der apikalen Plasmamembran neuroepithelialer Stammzellen darstellen und ihre Freisetzung zur Entstehung der basalen neurogenen Vorläuferzellen beiträgt. In dem beantragten Forschungsvorhaben wollen wir diese Hypothese testen, indem wir Folgendes untersuchen: (1) das Auftreten von Prominosomen während der Neurogenese im Mäuseembryo und ihre Zusammensetzung, (2) ihre Freisetzung aus neuroepithelialen Stammzellen, (3) ihre Rolle in der Neurogenese und (4) ihre mögliche Endozytose.