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B16: Retargeting von Immuneffektorzellen zur Verbesserung der Transplantation häematopoetischer Zellen

Projektleitung: Prof. Dr. Michael Bachmann
Um eine erfolgreiche Transplantation von hämatopoetischen Stammzellen (HSCs) zu erreichen, werden Patienten mittels Zytostatika bzw. Bestrahlung  vorbehandelt. Diese Konditionierung hat natürlich massive Nebenwirkungen und wünschenswert wäre, wenn eine Konditionierung ohne die damit verbundenen Risiken realisiert werden könnte. Über die letzten Jahre wurden von uns zahlreiche rekombinante Antikörperderivate und darauf basierend Strategien entwickelt, die eine gezielte Elimination von Zellen durch ein „Retargeting“ von Immuneffektorzellen ermöglichen. Ein Retargeting von HSCs bzw. anderen zellulären Komponenten der Niche im Knochenmark wäre ein denkbarer Weg, wird allerdings dadurch erschwert, dass bisher ein Targeting nur dann möglich war, wenn sich die Targetzelle durch ein einziges spezifisches Target angreifen lässt. Jüngst gelang es uns, Antikörper-Derivate und Strategien zu etablieren, mit denen man Zellen nur dann spezifisch zerstören kann, wenn sie mindestens zwei Targetstrukturen simultan exprimieren. Solche bi- bzw. multispezifischen Tools sollen entwickelt und zunächst in vitro, dann in geeigneten Mausmodellen im Rahmen von Stammzelltransplantationen getestet werden. Davon erwarten wir uns einerseits mehr über die Funktion der betreffenden zellulären Bestandteile der Niche zu erfahren und andererseits Antikörper-Derivate in die Hand zu bekommen, die in die Klinik translatiert werden können und die Nebenwirkungen der klassischen Konditionierung zu reduzieren helfen.

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