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Rotationsprojekt 9

Projektleiter:  

Dr. med. Nona Shayegi
Assistenzärztin / Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Medizinische Klinik und Poliklinik I
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
der Technischen Universität Dresden
Fetscherstraße 74
01307 Dresden

Projekttitel:    Targeting the hematopoietic stem cell niche in a zebrafish transplant model
Beteiligte SFB-Mitglieder:
(Co-Leiter)
 

Prof. Dr. Martin Bornhäuser
Medizinische Klinik und Poliklinik I
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
der Technischen Universität Dresden
SFB-Teilprojekt B2

Prof. Dr. Michael Brand
Center for Regenerative Therapies Dresden
Technische Universität Dresden
SFB-Teilprojekt A3

Förderzeitraum:   1. März 2012 - 28. Februar 2013
Zusammenfassung:  

Durch Etablierung des Transplant Modells am Zebrafisch, sollen Strategien und Konzepte entwickelt werden, die die Toxizität der Vorbereitungstherapie (=Konditionierung) bei allogen Stammzell-transplantierten Patienten reduzieren und das Anwachsen der neuen Blutstammzellen erleichtern. Die allogene Stammzelltransplantation (SZT) stellt für die meisten hämatologischen Neoplasien die einzig kurative Option dar. Dabei werden periphere Blutstammzellen oder das Knochenmark eines immunkompatiblen Spenders dem Empfänger in die Blutbahn übertragen. Die Erfolgsaussichten dieses Unternehmens hängen nicht unerheblich vom Anwachsen der neuen Stammzellen (HSZ) und der konsekutiven Blutbildung (= Engraftment) ab. Die der Transplantation vorgeschalteten Konditionierung, bestehend aus einer Ganzkörperbestrahlung und oder Chemotherapie, wird nicht nur zur Tumorlastreduktion verabreicht. Sie dient auch dazu, Platz zu schaffen und das Immunsystem des Empfängers soweit zu unterdrücken, damit die HSZ der Spenders überhaupt anwachsen können und nicht abgestoßen werden.
Es ist geplant, die Zebrafische zunächst analog zu menschlichen Patienten zu transplantieren. Dazu werden den Empfängerfischen nach Bestrahlung die HSZ von immunkompatiblen Geschwistern appliziert und anschließend eine immunsuppressive Therapie verabreicht. Im zweiten Schritt ist beabsichtigt, durch ein Screening Substanzen zu identifizieren, die das Engraftment erleichtern bzw. beschleunigen. Es werden gezielt Substanzen gescreent, die eine Wechselwirkung zwischen der HSZ und ihrer Nische hervorrufen. Bei den Hits wurden wir in den abschließenden Experimenten versuchen, die Bestrahlungsdosis schrittweise zu reduzieren, um die kleinste mögliche Dosis zu identifizieren, bei der auch ein stabiles Engraftment erreicht werden kann. Das Ziel besteht darin, im Zebrafisch ein Transplant Modell zu etablieren, das ohne Bestrahlung oder zytotoxischen Substanzen auskommt.

Relevante Publikationen:  
  1. Appelbaum FR. Hematopoietic-cell transplantation at 50. N Engl J Med 2007;357:1472-1475.
  2. Traver, D. et al. Effects of lethal irradiation in zebrafish and rescue by hematopoietic cell transplantation. Blood 104
  3. de Jong, J. L. et al. Characterization of immune-matched hematopoietic transplantation in zebrafish. Blood 117

 

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